Saisonauftakt: Großer Preis statt Ponyhof

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Softes Eingrooven in die Bundesliga wird es für den neuen BVB-Trainer Peter Bosz nicht geben: Der Saisonauftakt gehört zu den Schwereren der letzten Jahre. Heute gab die DFL die Spielpläne für Liga 1 und 2 bekannt. Die Borussia startet mit einem Auswärtsspiel in Wolfsburg. Die Wölfe möchten sich sicher von Beginn an anders präsentieren als in der abgelaufenen Spielzeit. Es folgen drei Partien gegen die zuletzt Fünft- bis Siebtplatzierten der Liga. Am 5. Spieltag geht es nach Hamburg, das in den letzten Jahren nur sehr gelegentlich ein guter Punktejagdgrund für die Schwarz-Gelben war. Hier die ersten fünf Spiele im Überblick:

VfL Wolfsburg (A)
Hertha BSC (H)
SC Freiburg (A)
1. FC Köln (H)
Hamburger SV (A)

Der letzte Spieltag bringt noch mal einen richtigen Hammer: Die Borussia muss gegen Julian Nagelsmanns Hoffenheimer ran. Was den Stadiongängern nicht gefallen wird, denn diesmal steht zum Abschluss kein Heimspiel an, sondern die Fahrt ins ungeliebte Sinsheim. Die Topspiele gegen Bayern und Schalke finden am 11. und 13. Spieltag statt. Beide Konkurrenten empfängt der BVB zunächst im Westfalenstadion.

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Der Spielplan ist da: Höhepunkte im November und April

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Heute Vormittag hat die DFL den Spielplan für die kommende Bundesliga-Saison auf einer Pressekonferenz vorgestellt und als PDF veröffentlicht. Borussia Dortmund hat im Vergleich zu den letzten Spielzeiten ein ausgewogeneres, aber kein einfaches Auftaktprogramm zugeteilt bekommen. An den ersten sieben Spieltagen müssen die Schwarz-Gelben gegen vier Vereine aus der Top 6 antreten, darunter jedoch drei der Überraschungsmannschaften von 2010/11. Im Auftaktspiel am 5. August geht es nicht völlig unerwartet gegen den Hamburger SV. Die ersten fünf Spieltage im einzelnen:

Hamburger SV (H), 1899 Hoffenheim (A), 1.FC Nürnberg (H), Bayer Leverkusen (A), Hertha BSC Berlin (H)

Die Saisonhöhepunkte – das Derby und das Spiel gegen den Rekordmeister – sind für November und April terminiert und zwar an aufeinanderfolgenden Spieltagen! Am 13. Spieltag muss der BVB zunächst nach München reisen, bevor eine Woche später der FC Schalke zu Gast im Westfalenstadion ist. Unglücklich ist die entsprechende Konstellation im April: Das Heimspiel gegen die Bayern findet unter der Woche statt, nur wenige Tage später folgt die Fahrt nach Gelsenkirchen. Immerhin ist der Weg nicht weit.

Das Saisonende sieht dagegen machbar aus: Heimspiele gegen Gladbach (32.) und Freiburg (34.) und eine sicher nicht zu unterschätzende Auswärtspartie beim FCK (33.). Mit der erwähnten Ausnahme halte ich den Spielplan daher für fair und gelungen. Der HSV ist in vielerlei Hinsicht der richtige Gegner für das erste Spiel und mir geht es wie sicher den Meisten: Ich kann es kaum erwarten!

Erneut Schwerstarbeit zum Auftakt

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Ohne Rücksicht auf die Play-Off-Spiele der Europa League hat die DFL Borussia Dortmund einen Auftakt in die neue Bundesliga-Saison beschert, der es in sich hat – mehr noch als letztes Jahr. Hier die ersten fünf Partien der Schwarz-Gelben:

Bayer Leverkusen (H), VFB Stuttgart (A), VFL Wolfsburg (H), FC Schalke (A), 1. FC Kaiserslautern (H)

Maximal drei Tage nach dem Hinspiel der Europa League-Play-Offs bestreitet der BVB den Liga-Auftakt zuhause gegen Leverkusen. Maximal drei Tage nach dem Rückspiel müssen wir zu den Schwaben fahren. Den Spielen gegen unsere beiden Tabellennachbarn der vergangenen Saison folgen das Duell gegen den vorletzten Meister und das Derby in Gelsenkirchen. Erst der fünfte Spieltag sieht auf dem Papier etwas einfacher aus. Am siebten Spieltag kommt allerdings bereits der FC Bayern ins Westfalenstadion. Das Saisonende bietet uns einen gemischten Salat: Nürnberg, Bremen und Frankfurt heißen die letzten drei Gegner, also etwas aus jeder Tabellenregion. Schön ist immerhin, dass sowohl das erste als auch das letzte Spiel daheim stattfinden.

Während der Saison kann man niemand aus dem Weg gehen. Man kann sich aber die Frage stellen, ob es nötig war, in den entscheidenden Auftaktwochen der Europa League dem BVB gleich zwei andere EL-Teilnehmer gegenüberzustellen. Vergleicht man das Startprogramm der ersten sechs der letzten Spielzeit, haben wir mMn das schwierigste erwischt. Gerade in den ersten drei Wochen der Saison wird die Mannschaft unter enormem Druck stehen: DFB-Pokal bei einem Drittligisten (kann immer mal schiefgehen, wer wüsste das besser als wir), EL-Play-Off, Leverkusen, EL-Play-Off, Stuttgart. Im Idealfall sind die Spieler so gleich von Saisonbeginn an hellwach. Aber selbst die beste Saisonvorbereitung kann nicht garantieren, dass gleich alles funktioniert.

Letztendlich müssen wir nehmen, was die DFL uns vorsetzt. Warum ausgerechnet der BVB als einziger Europapokal-Teilnehmer zwei Topspiele zum Auftakt hat und im Falle des Weiterkommens in der Europa League vor dem Derby in die Gruppenphase startet, weiß ich nicht. Es wäre schön, wenn in Zukunft auch mal die Startprogramme der vorangegangenen Spielzeit in die Überlegungen miteinbezogen würden, um das Ganze ein bisschen gerechter zu gestalten – mit der entsprechenden Software sollte das doch kein Problem für die DFL sein.

Zu viel Gemecker? Vielleicht ist es ja nur das Bedürfnis, endlich wieder über den BVB zu schreiben und zu diskutieren. Ich freue mich auf den Saisonauftakt, so oder so. Trotzdem sollte Reinhard Rauball mal ein ernstes Wörtchen mit seinen Spielplanern reden! ;-)

(Den Spielplan zum Download gibt es bei bundesliga.de)