Vier Dortmunder in Schweden

Gestern fand in Göteborg das letzte Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft in diesem Jahr statt. Die Temperatur lag unter dem Gefrierpunkt, der Platz war hart und das Spiel langweilig. Der einzige Grund, mir dieses Gekicke gegen Schweden anzutun, war selbstverständlich die Beteiligung von gleich vier BVB-Spielern. Joachim Löw ließ tatsächlich alle Borussen spielen, drei von ihnen – Schmelzer, Hummels und Großkreutz – standen in der Startelf. Es folgen in angemessener Kürze meine Eindrücke von den Leistungen der schwarz-gelben Jungs.

Marcel Schmelzer: Angesichts der nicht gerade zahlreichen Alternativen auf der Linksverteidiger-Position konnte man auf Schmelles Debüt besonders gespannt sein. Bis auf einen Stellungsfehler in der ersten Hälfte machte Marcel seine Seite dicht, wurde jedoch von den sehr defensiven Schweden auch kaum gefordert. Er war engagiert, schaltete sich wiederholt ins Angriffsspiel ein, schlug allerdings kaum Flanken, sondern beließ es bei sicheren Kurzpässen. Die beste Szene hatte Schmelzer, als er aus der Distanz abzog und Torwart Isaakson zu einer Parade zwang – der Schuss war allerdings nicht extrem gefährlich. In der zweiten Halbzeit fiel Marcel weniger auf, wirkte aber defensiv stets präsent. Alles in allem ein ordentliches Debüt, auf dem sich aufbauen lässt.

Mats Hummels: In seinem zweiten A-Länderspiel stand Hummels über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Zusammen mit Westermann hatte er in der Innenverteidigung keinerlei Probleme, was wie gesagt auch am harmlosen Gegner lag. Die IV stand nicht so hoch wie häufig beim BVB und Mats schaltete sich selten bis nie ins Angriffsspiel ein – das hatte der Bundestrainer wohl auch nicht verlangt. Gegen Ende hatten die Schweden ihn so weit eingeschläfert, dass ihm doch noch eine kleine Unachtsamkeit unterlief, die allerdings nicht der Rede wert war. Insgesamt ein unspektakulärer, sicherer Auftritt von Hummels, dem Löw aber noch mehr zutrauen könnte.

Kevin Großkreutz: Auch wenn der Bundestrainer nach dem Spiel alle jungen Spieler lobte, so hatte man sich von Kevin doch ein paar Impulse mehr erwartet. Vor allem in der ersten Hälfte war von ihm kaum etwas zu sehen. Ja, er lief wie immer viel, aber es mangelte an der Effizienz. In den zweiten 45 Minuten war er an zwei, drei ordentlichen Angriffen beteiligt, die letztendlich doch zu nichts führten. Wie der gesamten Offensive mangelte es Großkreutz an Ideen (wenn sie einer hatte, dann Holtby). In Dortmund ist er dafür nicht primär zuständig, in Göteborg wirkte es so, als sei Kevin deshalb nicht richtig eingebunden.

Mario Götze: Kam für eine knappe Viertelstunde. Wie heißt es immer: Er brachte frischen Wind. Eine frühere Einwechslung Marios (der übrigens Großkreutz ersetzte) hätte der deutschen Mannschaft wahrscheinlich gutgetan, aber aus schwarz-gelber Sicht fand ich den Kurzeinsatz ok. Götze bewegte sich gut, hatte ein paar ansehnliche Aktionen, allerdings ohne dem Spiel noch seinen Stempel aufdrücken zu können.

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