Alles ehrbare Geschäftsleute

Kurz vor Beginn der nächsten Transferphase hat Borussia Dortmund den ersten Abgang zu verkünden: Jonas Hofmann wechselt am 1. Januar zur zweiten Borussia nach Mönchengladbach. Über den Abschied des Mittelfeldspielers war spekuliert worden; es ist die Ablösesumme, die aufhorchen lässt. Laut „Kicker“ zahlen Max Eberl und Co bis zu 8 Millionen Euro für den 23-jährigen.

Für ein junges Mittelfeldtalent mit offensiver Ausrichtung ist das an sich kein überzogener Preis. Doch die meisten Schwarz-Gelben würden Susi Zorc und Aki Watzke für dieses Geschäft sicher gerne auf die Schultern klopfen. Denn Jonas Hofmann, der sich formvollendet von den Dortmunder Fans verabschiedet hat, blieb doch eher ein Versprechen. Zu sehen war das kürzlich, als er einen tollen Sololauf sträflich unvollendet ließ. Gewisse Anlagen sind bei ihm sicher vorhanden, doch ob er beim BVB jemals über den Status des Ergänzungsspielers hinausgekommen wäre, ist fraglich.

Thomas Tuchel hat mit der hoffentlich nahen Rückkehr von Nuri Sahin und Erik Durm weitere Alternativen in der Hinterhand. Die Zahl der Verletzungen ist unter seiner Regie zurückgegangen. Somit gibt es keinen Grund für einen aufgeblähten Kader – das frei werdende Geld wäre für andere Positionen besser eingesetzt.

Jonas Hofmann hat sein Bestes für uns gegeben. In meiner Fußballkneipe wird er aber hauptsächlich mit herausgeholten Elfmetern assoziiert. Mal sehen, wie das in Gladbach wird. In Dortmund klingelt jetzt erst mal die Kasse. Fehlt nur noch, dass Moritz Leitner für fünf Millionen nach Hoffenheim geht.

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